Fetter Acid-Sound mit SPIRE

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Fetter Acid-Sound mit SPIRE

Aufmacher ACID Spire WS_Hintergrund

Auch wenn die ursprüngliche TB-303 von Roland seit über 30 Jahren nicht mehr hergestellt wird, weiß der unvergleichliche Acid-Sound auch heute noch zu faszinieren. In diesem Workshop zeigen wir, wie sich der Sound optimal simulieren lässt.

We call it Acid!

Bis heute hat Acid seinen Reiz und seine Durchsetzungskraft in der elektronischen Musik nicht verloren. Simulieren Sie eine beißende Acid-Sequenz mit dem Plug-in SPIRE [1], das Sie in die DAW Ihrer Wahl laden. Klicken Sie auf die INIT-Schaltfläche und drehen den controlA-Regler auf etwa 2 Uhr. Die octave setzen Sie per Pfeilbutton auf -1 herab und regulieren controlB auf den Wert 540.

Schritt 1 ACID

Filter und Shaper

Wechseln Sie zur Filtersektion, wo Sie cut1 auf 220 drehen. Der typische Klangcharakter des Acids enthält hohe Resonanzen. Heben Sie deshalb res1 auf etwa 3 Uhr an. Den Filtermodus verändern Sie ebenso, indem Sie acido sowie LP2 auswählen. Drehen Sie in der SHP-Sektion den drive und den dry/wet-Regler ganz nach rechts, sowie low cut auf knapp 9 Uhr und wählen tube3 im Shaper-Modemenü aus.

Schritt 2 Filter und Shaper

Envelope 1

Mithilfe des Shapers hat der Sound nun die notwendige Sättigung. Formen Sie den Sound nun mit der Hüllkurve ENV1, indem Sie attack und release auf 11 und decay auf rund 300 einstellen. Regeln Sie dann sus auf knapp 800 und slt auf etwa 810. In der anliegenden Matrix wählen Sie Cutoff1 als Modulationsobjekt aus. Stellen Sie ferner den für die Intensität zuständigen amt-Regler auf 700.

Schritt 3 ENV1

Envelope 2

Schalten Sie auf ENV2 und setzen alle Hüllkurvenfader bis auf decay auf Null. Der Decayparameter wird auf etwa 320 erhöht. Wählen Sie auch hier im oberen Matrixmenü wie zuvor zunächst Cutoff1 aus, justieren jedoch den amt-Regler (Amount) nun auf 570 und den darunterliegenden amt2 auf 919. Passen Sie zudem die Bezierkurven der ENV1 gemäß der vorigen und für ENV2 gemäß dieser Abbildung an.

Schritt 4 ENV2

Effekte

Um die Modulation zu vollenden, wählen Sie in der unteren Matrixzeile Osc1 Amp aus. Noch ist der Sound aber viel zu trocken. Klicken Sie auf DEL und deaktivieren Sie Ping-Pong. Verwenden Sie für die Parameter delay L und delay R unterschiedliche Tempowerte, passen das Feedback des Echos f.back und den dry/wet Ihren Wünschen an. Verbreitern Sie den Sound, indem Sie wide nach rechts drehen.

Schritt 5 FX

Kreative Kurven

Mit einer geringen Beimischung des CHR (Chorus) gelingt der Sound noch fetter. Beleben Sie nun den fertigen Sound indem Sie den res1 aus der Filtersektion automatisieren. Zeichnen Sie in Ihrer DAW dazu eine Automationskurve ein, sowie zwei weitere, anders verlaufende quirlig quietschende Kurven für die amt-Parameter der Hüllkurven. Speichern Sie zuletzt Ihr Preset per Klick auf Menu.

Schritt 6 Chorus und Automation

[1] www.reveal-sound.com

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